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News aus Österreich

Bereits fünf Pferde erliegen einem mutierten Herpes-Virus

Im niederösterreichischen Reitverein Geiger sollen laut Kurier bereits fünf Pferde an einem hoch ansteckenden mutierten Equinen Herpes Virus (EHV-1) eingegangen sein. Der betroffene Stall in Amstetten hat bereits am 3. März verlautbart, dass ein gefährliches Virus bei ihnen kursiert. Sofort wurde der Österreichische Pferdesportverband verständigt und eine Quarantäne verhängt.

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Bereits fünf Pferde erliegen einem mutierten Herpes-Virus © Beispielbild - pirita / shutterstock

Da dies keine meldepflichtige Krankheit ist, basiert die Sperre nur auf freiwilliger Ebene. Der anscheinend mutierten Virus greift das Gehirn und Rückenmark an und sorgt dafür, dass die betroffenen Pferde nicht mehr stehen können. In Folge dessen wurden bereits fünf Vierbeiner eingeschläfert. Wie das Virus eingeschleppt worden ist, konnte noch nicht geklärt werden. Er kann durch Husten und Schnupfen, wie auch durch Kleider und Schuhe von Personen. Für andere Equiden, also Pferde, Ponys, Eseln, ist das Virus hoch ansteckend, für den Menschen besteht keine Gefahr.

Zehn weitere Pferde sollen bereits erkrankt sein und werden momentan an der Vet-Med in Wien behandelt. Alle umliegenden Reitställe wurden bereits nach dem ersten Befund verständigt und auch die anstehenden Turnier im Mai und Juni abgesagt. Vereinsobmann Karl Nenning sagte gegenüber dem Kurier aus: "Wir haben keine Ahnung, wie das Virus eingeschleppt worden ist. Schon als erste Tiere krank wurden und dann wenig später, als die Befunde kamen, haben wir Quarantäne- und Desinfektionsmaßnahmen ergriffen.“ Trotz der raschen Maßnahmen müsse man mit dem Ausbruch der Krankheit in zwei bis drei weiteren Reitställen rechnen, so Prof. Rene Van den Hoven.


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